PRESSEMITTEILUNGEN

KLARE MEINUNG

Wir beziehen Stellung zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen, die für die Bewirtschaftung von Grund und Boden relevant sind. Dabei stärken wir die Positionen privater Grundeigentümer und vertreten unsere Meinungen gegenüber der Politik, Verbänden, Wissenschaft, Unternehmen sowie der breiten Öffentlichkeit.
POSITION BEZIEHEN
Wir wissen, wo wir stehen. Unsere Überzeugungen und Positionen für den gesellschaftlichen Diskurs und die politische Debatte fassen wir in Positionspapieren zusammen – und informieren damit andere Organisationen, Verbände, Journalisten, Unternehmensvertreter sowie die Politik in Landesvertretungen, Berlin und Brüssel.
  • Eigentum

Unser Grundgesetz gewährleistet Eigentum und Erbrecht. Dies bedeutet vor allem persönliche und unternehmerische Freiheit, die wir gegen Versuche, sie einzuschränken und auszuhöhlen, verteidigen. Eigentum verpflichtet aber auch. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen – für uns täglich geübte Praxis. Wir bekennen uns zur Sozialpflicht des Eigentums. Sie ist für uns genauso bestimmend wie Eigentumsschutz und Eigentumsfreiheit. Was uns aber oft fehlt, ist die Einbindung bei der Entwicklung und Umsetzung staatlicher Maßnahmen wie auch bei öffentlichen Planungsprozessen, die unser Eigentum betreffen. Eine frühzeitige Einbindung der Eigentümer fördert die Eigenverantwortung, schafft Akzeptanz, beschleunigt Prozesse und führt zu pragmatischen und praxisnahen Lösungen. Durch eine Flut von Gesetzen, Verordnungen und Erlassen werden die Rahmenbedingungen für land- und forstwirtschaftliche Eigentümer immer schwieriger. Wir sehen Handlungsbedarf dort, wo der Staat Beschränkungen des Eigentums einseitig festschreibt.

  • Denkmal

Private Eigentümer übernehmen Verantwortung und sind standorttreu. Sie wollen ihren Betrieb in einem guten Zustand an die kommende Generation übergeben. Daher wirtschaften sie nachhaltig und planen langfristig. Sie engagiert sich vor Ort. Durch ihr Eigentum fühlen sie sich verpflichtet. Dieses alles fördert das Heimatgefühl, das auf Kontinuität und Verlässlichkeit statt auf Beliebigkeit baut. Daher ist der Eigentumsgedanke eng mit dem Begriff „Heimat“ verbunden.

  • Steuern

Steuergerechtigkeit verlangt faire Besteuerungsgrundlagen. Eine generationengerechte Politik ermöglicht es, Familienbetriebe an die kommende Generation weiterzugeben, ohne dass sie in ihrer wirtschaftlichen Substanz geschwächt werden. Zugleich sollte das Steuersystem Anreize für Investitionen bieten.

  • Natur- und Umweltschutz

Land- und forstwirtschaftliche Betriebe tragen besondere Verantwortung für den Schutz und den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Bewirtschaftung und Naturschutz stehen zueinander nicht im Gegensatz – im Gegenteil: Unsere Familienbetriebe sind Naturschützer. Denn nur ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Grund und Boden sichert ihnen und nachfolgenden Generationen zukünftige Erträge. Im Rahmen von Vertragsnaturschutz und von freiwilligen Agrarumweltmaßnahmen schützen unsere Betriebe die natürlichen Lebensgrundlagen und fördern die Artenvielfalt. Freiwillige und marktwirtschaftliche Maßnahmen wie diese müssen gefördert und ausgebaut werden. Sie sollten vorrangig angewendet werden, bevor rechtliche oder regulatorische Vorgaben greifen. Denn sie sind wirksamer und finden größere Akzeptanz bei den Akteuren im ländlichen Raum. Dabei muss sichergestellt werden, dass freiwillig durchgeführte Naturschutzmaßnahmen nicht zu naturschutzrechtlichen Einschränkung für die Bewirtschaftung führen.

  • Kulturlandschaft

Wir setzen uns für den Erhalt, den Ausbau und die Entwicklung des Kulturraumes ein. Die Welt, Europa und Deutschland sind Kulturräume, in denen Natur und Mensch gleichermaßen und nebeneinander Platz haben. Kulturlandschaften sind durch menschliches Handeln gestaltete Umwelt. Landschaft zählt zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit. Sie ist fester Bestandteil von Identitätsbildung. Kulturlandschaft ist Heimat. Die Identifikation mit der Heimat, ihrem Grund und Boden in seiner jeweiligen lokalen Ausprägung, ist ein wichtiger Ankerpunkt und Haltefaktor unserer Mitglieder.

  • Bodenmarkt

Bund und Länder beraten seit mehreren Jahren über die Effizienz und Praxistauglichkeit des bestehenden landwirtschaftlichen Bodenrechtes. Die Landesregierung Brandenburg hat angekündigt, den Bodenmarkt und die Agrarstruktur stärker zu regulieren und ein modernes Bodenrecht zu schaffen. Erklärtes Ziel ist eine regional verankerte Agrarstruktur, eine breite Eigentumsstreuung, der Vorrang von Landwirten beim Flächenerwerb, die Vermeidung von Flächenverbrauch und die Vermeidung marktbeherrschender Positionen. Dabei müssen das Recht auf Eigentumserwerb, Eigentumsnutzung und Eigentumsweitergabe gewahrt werden.

  • Wald

Der deutsche Wald sichert der Gesellschaft unverzichtbare Leistungen als Erholungsort, als vielfältiges Ökosystem, als Holzproduzent, als Klimaschützer, als Luftfilter und als Wasserspeicher. Er ist zugleich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum. Um den Wald mit all diesen Funktionen zu erhalten, bedarf es der nachhaltigen Bewirtschaftung, Bepflanzung und Pflege durch die vielen Waldbäuerinnen und Waldbauern. Diese Leistungen werden von den Waldbäuerinnen und Waldbauern mit Ausnahme des Holzverkaufs bisher kostenlos erbracht. Dass der Beitrag unserer Waldbesitzer für die Klimaleistung ihrer Wirtschaftswälder die gebotene Anerkennung findet, hierfür setzen wir uns als Familienbetriebe vor allem auch auf Bundesebene ein.

SOLIDE BASIS

Unsere Positionen können wir deshalb so stark vertreten, weil diese auf dem soliden Fundament wissenschaftlicher Analysen stehen. Dazu geben wir eigene Studien und Forschungen in Auftrag und sammeln die Erkenntnisse unabhängiger Experten und Institute.