Pressemitteilung, 17. Januar 2018

Familienbetriebe Land und Forst Sachsen-Anhalt weisen Kritik der Landwirtschafts-ministerin an Leitbild-Ausstieg zurück

Die Familienbetriebe Land und Forst Sachsen-Anhalt verwahren sich sowohl gegen falsche Behauptungen in der Öffentlichkeit als auch gegen die harsche Kritik aus dem Landwirtschaftsministerium an dem Ausstieg großer Teile der Verbände des ländlichen Raums aus dem sog. Leitbild-Prozess.

In einem Brief an die Ministerin werden unzutreffende Behauptungen richtiggestellt. Die behauptete ministerielle Überraschung über die jüngsten Entwicklungen erweise sich bei näherer Betrachtung als inszeniert. Ministerin Dalbert könne von der Entwicklung nicht unvorbereitet getroffen worden sein. Bereits im September vergangenen Jahres hatten sich zumindest die Familienbetriebe Land und Forst aufgrund grundsätzlicher Bedenken an Inhalten, Stil und Durchführung des sog. „Leitbild-Prozesses“ mit einem ausführlichen Schreiben an das Ministerium gewandt, die aktive Mitwirkung am Leitbild-Prozess eingestellt und nur noch einen – passiven – Beobachterposten bezogen.

Früh habe man den Eindruck gehabt, thematisch vor einen fremden Karren gespannt und für Ergebnisse verantwortlich gemacht zu werden, die nur scheinbar diskutiert wurden, in Wirklichkeit aber nie grundsätzlich in Frage standen. „Wir wollen nicht Manövriermasse in einem gelenkten (schein-)demokratischen Prozess sein.“, so der Geschäftsführer des Verbandes, Ulrich Böcker.

Gerade auch der Umgang der Ministerin mit der nun erfolgten Distanzierung weiterer Verbände zu dem von ihr angeschobenen Leitbild-Prozess verdeutliche, dass diese Form der Zusammenarbeit keine Zukunft habe. Der Ministerin gelinge es – erneut – nicht, eine auch nur ansatzweise stabile und vertrauensvolle Beziehung zu den Hauptakteuren im ländlichen Raum aufzubauen.

PM FabLF LSA 17.01.2018